Meet 4 Music

Freies Muszieren – ganz ohne Proben! Ja geht denn das?

Meet4Music ist ein offenes Ensemble für Singen, Theater, Drumcircle und Gamelan. Das Community-Music-Projekt macht Musizieren als soziale Praxis erfahrbar – und beforscht den Umgang von Musiker*innen bzw. Pädagog*innen mit einer äußerst heterogenen Zielgruppe – der „Gesellschaft“.

Musizieren im offenen Ensemble, das bedeutet: Jede*r ist willkommen: unabhängig von Alter, Herkunft, ob mit oder ohne musikalische Vorkenntnisse. Im Rahmen des Community-Music-Ensembles Meet4Music werden seit 2016 unterschiedliche künstlerische Disziplinen, wie Singen (PopChor mit Max Stadler), Theater (mit Lorenz Kabas), Drumcircle (mit Günter Meinhart) und Gamelan (das Spiel des faszinierenden Instrumentariums traditioneller indonesischer Musik – mit Gerd Grupe), angeboten. Die Teilnahme ist jederzeit möglich – kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Vorkenntnisse. Für die KUG-Forscherinnen Silke-Kruse Weber (Leitung) und Andrea Gande (Koordination und Dissertation) heißt das aber auch: gemeinsam Lernen und Forschen zu und durch Partizipation.

Als Community-Music-Projekt macht Meet4Music Musizieren als soziale Praxis erfahrbar – und somit zu einem spannenden Forschungsgegenstand. Denn im musikpädagogischen Fachdiskurs haben Themen wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und kulturelle Partizipation in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Andrea Gandes Dissertation beforscht den Umgang von Musiker*innen beziehungsweise Pädagog*innen („Community Music Facilitators“) mit der heterogenen Zielgruppe „Gesellschaft“: Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich konfrontiert, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten werden benötigt, welche Konzepte und Strategien entwickelt? Mit welchen Erwartungen nimmt das Publikum am Projekt teil und wie reagieren die Facilitators auf die Bedürfnisse der Gruppe? Beantwortet werden diese Forschungsfragen durch eine qualitative Studie. Leitfadeninterviews mit Facilitators und Teilnehmer*nnen vermitteln einen multiperspektivischen Einblick, mit dem Ziel, abzubilden, wie Musikpädagogik in einem solchen Zusammenhang beschaffen ist. Die Ergebnisse der Interviewstudie werden anschließend im Forschungskontext von u.a. Community Music, Musikpädagogik und Lifelong-Learning diskutiert.

Auch eine Reihe von Publikationen liegt inzwischen vor, das Projekt selbst läuft weiter – und jede Woche heißt es aufs Neue: Meet4Music! Meet4Music gibt es auch als Podcast und auf Facebook.

Für die Dauer der Covid19-Maßnahmen findet Meet4Music derzeit in Form eines (ebenfalls kostenlosen!) E-Learning-Angebots statt: Dies ist die „Meet4Music Home Edition“! Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage bzw. Facebook-Seite.

Andrea Gande
© Clemens Nestroy

Über den/die Forscher*In

Andrea Gande studierte Instrumental(Gesangs)pädagogik für Klavier (Klassik). Ab September 2015 war sie als Universitätsassistentin an der Kunstuniversität Graz, Institut für Musikpädagogik, Fachbereichsteil Instrumental(Gesangs)pädagogik, mitverantwortlich für die Organisation und Ausrichtung des Community-Music-Projektes Meet4Music sowie dessen Vorgängerprojekt Music4Refugees. Im Zuge ihrer Dissertation und mehreren Publikationen (gemeinsam mit Silke Kruse-Weber u. a.) beschäftigt sie sich mit dem sozialen Kontext in der Musikpädagogik und Community Music.
Forscherin Silke Kruse-Weber
© Aleksey Vylegzhanin

Über den/die Forscher*In

Silke Kruse-Weber ist Professorin für Instrumental- und Gesangspädagogik an der Kunstuniversität Graz, Vorständin des Instituts für Musikpädagogik sowie Vorsitzende der Curricula-Kommission Instrumental- und Gesangspädagogik. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Weiterentwicklung von Curricula in der Instrumental- und Gesangspädagogik, einer aktivierenden Hochschuldidaktik, der Förderung von Reflective Practitioners sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
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