Gemeinsam die Welt verändern

Das Projekt „MOST“ unterstützt Schulen dabei, gemeinsam mit engagierten Gemeindemitgliedern, innovative Strategien für eine nachhaltige Gesellschaft zu entwickeln.

Alltagsmasken am Wegesrand, Müll in den Meeren und steigender Energieverbrauch durch verschwenderischen Umgang mit Ressourcen: Wie können wir gemeinsam Projekte in unserer Region ins Leben rufen und vorantreiben, so dass es gelingt, diese Probleme in den Griff zu kriegen? Im Rahmen eines Projekts der Uni Innsbruck öffnen Schulen ihre Tore und werden zu Zentren des gemeinsamen Handelns. 

Lösungen finden

In 10 europäischen Ländern arbeiten insgesamt 23 Institutionen daran, die Idee der „Open Schools“ zu etablieren. Das von der EU geförderte Projekt MOST – Meaningful Open Schooling Connects Schools to Communities“ – unterstützt Schulen dabei, gemeinsam mit engagierten Gemeindemitgliedern (NGOs, Universitäten, Experten interessierte Laien etc.) innovative Strategien zu entwickeln, um gemeinsam Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. 

Offene Schulen für eine nachhaltige Gesellschaft

„Die Zentren unseres Projekts sind Schulen, die sich nach außen öffnen und dadurch einen Lernraum schaffen, in dem Schüler*innen und Gemeindeangehörige gemeinsam Projekte zur nachhaltigen Entwicklung erarbeiten“, erklärt Mag. Lucas Weinberg vom Institut für Fachdidaktik der Uni Innsbruck.

Auf diesem Weg lernen die Schüler*innen, ihre theoretischen naturwissenschaftlichen Kompetenzen außerhalb der Schule in praktischen Projekten anzuwenden. Zusätzlich entstehen durch den Austausch zwischen Schule und Gemeinde nachhaltige Netzwerke zur Steigerung der Lebensqualität in den Gemeinden.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Als österreichische Projektpartner evaluieren die Projektmitarbeiter*innen des Instituts für Fachdidaktik der Universität Innsbruck den Projektverlauf aus fachdidaktischer Perspektive und arbeiten mit den NGOs „Verein Klasse!Forschung“ und „Energie Tirol“ zusammen, um sogenannte School-Community-Projekte (SCPs) vor Ort umzusetzen.

„Das Projektteam entwickelt dabei ein Handbuch, das in Form einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie SCPs implementiert werden können – von der Einladung von Interessierten über die gemeinsame Projektentwicklung bis zur Umsetzung, Verbreitung der Projektidee und Bewertung für künftige Durchläufe“, sagt Lucas Weinberg.

Gemeindeangehörige, Expert*innen, Wissenschaftler*innen und andere mit ähnlichen Interessen sollen zusammenfinden und gemeinsam mit Schüler*innen an Strategien zum Erhalt unserer Lebensgrundlage arbeiten. Aktuell arbeiten Schüler*innen und ihrer Projektpartner*innen zum Beispiel an Lösungen, Essensabfälle zu verringern. „Eine Gruppe nimmt sich, ganz aktuell, den Einwegmasken-Müll vor und sieht sich an, wie der verringert werden kann“, erläutert Lucas Weinberg.

Interessierte können sich auch selbst bei Lucas Weinberg dem Projektmanager von „MOST“ melden: lucas.weinberg@uibk.ac.at

Lucas Weinberg
© Katharina Wohlgenannt

Über den/die Forscher*In

Mag. Lucas Weinberg ist Absolvent des Lehramtsstudiums für die Fächer Geographie und Deutsch und Projektmanager am Institut für Fachdidaktik der Universität Innsbruck. Im Rahmen des hier beschriebenen Projektes forscht er zu Konzepten der Bildung für nachhaltige Entwicklung und implementiert Ansätze des Open Schoolings in Tirol, um Schule und Gemeinde zusammenzubringen. Auf diese Weise entstehen regionale Räume des Lernens von- und miteinander. Neben dem Projekt MOST betreut er das Projekt STEMkey, das sich mit der Erstellung von Unterrichtsmaterial befasst, um die Schlüsselkompetenzen der Schüler*innen zu stärken.