Ohne Plankton geht uns allen die Luft aus.

Das Noise Aquarium macht die Gefährdung des Planktons und die Verschmutzung der Meere sichtbar. Wenige Blicke genügen, um die Verletzlichkeit unseres Ökosystems – und damit unser aller Verletzlichkeit – zu verstehen.

Es gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen über die Vermüllung und Verschmutzung der Meere Bescheid zu wissen, und auch, welche Gefahr von ihr ausgeht. Über weniger Bekanntheit verfügt bislang das unbekannte Wesen Plankton, zu Unrecht. Planktonorganismen, dieser Grundlage unserer Nahrungskette gebührt definitiv mehr Aufmerksamkeit. Eine Kunstinstallation rückt diese Überlebensfrage ins Bild.

Von Plankton haben die meisten von uns schon mal gehört. Was es damit genau auf sich hat, wissen schon nur mehr wenige. Also: Ohne Plankton als Futter können die größeres Meereslebewesen nicht überleben. Und ohne Plankton geht uns allen die Luft aus, im wahrsten Sinn des Wortes, denn für die Sauerstoffproduktion ist es unerlässlich, für Mensch und Meer. Den Zusammenhang zwischen der Verschmutzung der Meere und der Gefährdung des Planktons nachvollziehbar und sichtbar zu machen, setzte sich das Projekt Noise Aquarium zum Ziel.

Die Wissenschafter*innen und Künstler*innen setzen ins Bild, was mit freiem Auge nicht erkennbar ist. In perfekter Filmqualität können wir sehen, welch horrende Folgen die massive Verunreinigung der Meere nach sich zieht. Durch Großprojektionen und interaktive Installationen treten Lebewesen ins Rampenlicht, die meist unterschätzt werden. Besondere Verfahren im Science Visualization Lab Angewandte machen Plankton als authentisches 3-D-Modell animiert sichtbar. Die Faszination von Welten, die uns gemeinhin verborgen bleiben, schafft so Bewusstsein für diese so wichtigen Lebewesen. Und für die Verletzlichkeit unseres Ökosystems.

Das Noise Aquarium des Science Visualisation Lab Angewandte in Zusammenarbeit mit dem ArtSci Center der University of California, USA, wurde mit dem RAW Science Award 2019 ausgezeichnet, das Artwork des Projekts zierte das Cover des renommierten Art Science Journals „Leonardo“ und wurde im Rahmen der Computergrafik Fachkonferenz SIGGRAPH 2019 in Los Angeles, USA, gezeigt.