So untersucht die MedUni Wien Proben auf das Coronavirus

Proben von Patient*innen mit Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion gelangen aus ganz Österreich in die Labors des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Der Testvorgang umfasst mehrere, im Folgenden beschriebene Schritte.

Schritt 1): Das Probenmaterial (z.B. tiefes Rachensekret) wird in eine spezielle Lösung (Lysis-Puffer) eingebracht. Diese kann Proteinhüllen aufbrechen und sorgt dafür, dass das Material nicht mehr infektiös ist.  © MedUni Wien/Houdek
Dieser Vorgang erfordert spezielle Schutzkleidung und eine Sicherheits-Werkbank. © MedUni Wien/Houdek
Schritt 2): Die Proben werden zur Extraktion der RNA (Ribonukleinsäure) in einen speziellen Laborraum überstellt, in dem die RNA maschinell herausgelöst wird. © MedUni Wien/Houdek
Schritt 2. © MedUni Wien/Houdek
Schritt 3): Nun wird eine „Real-Time-Polymerase-Kettenreaktion“ (PCR) durchgeführt. Falls das Virus im Probenmaterial vorhanden ist, wird die spezifische Virussequenz vervielfältigt und mit fluoreszierenden Farbstoffen markiert. Sodann wird die Menge der Virussequenz analysiert und gegebenenfalls am Bildschirm als Kurve angezeigt. © MedUni Wien/Houdek
Der gesamte Testvorgang dauert mehrere Stunden und bindet ein bis zwei Personen. © MedUni Wien/Houdek

Befunde werden nach erfolgter Analyse an den Einsender der Probe geschickt. Bei positiven Befunden werden die Ergebnisse zudem in das Labormeldesystem eingetragen.