Wie laut ist es im Brutkasten?

„Wie laut ist es im Brutkasten?“ Diesen und anderen Fragen um die Themen Lärm, Stress und Gesundheit widmet sich der Musikphysiologe Matthias Bertsch in seinen wissenschaftlichen Arbeiten seit vielen Jahren. So zeigt sich etwa in seiner jüngsten Arbeit zum Brutkasten, dass der Lärm, den die Frühchen erfahren, sich später auf ihre Gesundheit auswirken kann.

Forschungsschwerpunkte von Matthias Bertsch sind „akustische, physiologische und psychologische Aspekte des Musizierens“, der Wiener Klangstil und Instrumentenkunde. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, das Thema der Gesundheit von Musiker*innen schon in die professionelle musikalische Ausbildung zu integrieren. So kann Erkrankungen von Musiker*innen langfristig entgegen gewirkt werden. Denn Musikinstrument und Musiker*in bilden eine Einheit bei der Klangerzeugung. Das Ziel der Arbeit von Matthias Bertsch ist die Optimierung von Übe- und Trainingsabläufen mit sensomotorischen Methoden (Biofeedback) sowie die Schulung der Eigenwahrnehmung und Wahrnehmungsfähigkeit, um den erwünschten klanglichen Ausdruck zu erreichen.

Den Schwerpunkt bilden praxisrelevante empirische Untersuchungen zum Musizieren, zur Spieltechnik und zu qualitativen Eigenschaften von Musikinstrumenten sowie deren akustische Wahrnehmbarkeit (Physiologische Akustik und Psychoakustik). In Zusammenarbeit mit den vielfältigen Angeboten an der Abteilung Musikphysiologie dienen die Erkenntnisse der sensorischen Forschung zum Musizieren der Ermittlung, der Visualisierung und dem Abbau von Anspannung und Stress.

© Herzberg Studio

Über den/die Forscher*In

Ao. Univ.-Prof. Dr. Mag. Matthias A. Bertsch ist Dozent für interdisziplinäre Musikforschung (Musikalische Akustik – Musikphysiologie – Musikpsychologie) an der Abteilung Musikphysiologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin.
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